Veranstaltungen

5. September – 29. Oktober 2018

Ortsgespräch – Leben im ländlichen Raum

Intention:
Thüringens Ministerin für Infrastruktur und Landwirtschaft Birgit Keller spricht mit den Menschen vor Ort über die Zukunft des ländlichen Raumes in Thüringen. Es ist geplant, die Förderbedingungen für den ländlichen Raum zu verbessern und dabei die Meinung der Menschen zu berücksichtigen, die es betrifft. Bei allen vier Ortsgesprächen werden unterschiedliche thematische Schwerpunkte identifiziert, die nicht nur für den einzelnen Ort sondern in vielen weiteren Regionen Thüringens gelten. Die Ergebnisse der Veranstaltungsreihe münden im November 2018 in einer Zukunftswerkstatt, deren inhaltliche Basis die Erfahrungen und Ergebnisse aus den Ortsgesprächen sind. Gemeinsam mit verschiedenen zivilgesellschaftlichen Akteuren plant das Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft eine Neuausrichtung der Förderung der integrierten ländlichen Entwicklung. Ziel ist es, den Leader-Ansatz und die Basisinitiativen vor Ort weiter zu stärken, die vielfältigen Förderprogramme besser zu verzahnen und auf die aktuellen Bedürfnisse im ländlichen Raum anzupassen.

Ministerin Birgit Keller
Birgit Keller ist seit 2014 Thüringer Ministerin für Infrastruktur und Landwirtschaft. Die studierte Gesellschaftswissenschaftlerin war ab 1991 selbstständige Unternehmerin. 2012 wurde sie zur Landrätin des Landkreises Nordhausen gewählt.

Ablauf:
Rundgang:
Vor jedem der Dialoge findet ein thematisch passender Rundgang durch den Ort statt und es werden Projekte gezeigt und erläutert, die geplant, im Aufbau oder abgeschlossen sind.

Auftaktinterview:
Mit einem kurzen Gespräch zwischen Moderation und Ministerin Keller wird die Veranstaltung eröffnet.

Impulse:
Jedes der vier Ortsgespräche hat unterschiedliche Hauptthemen. Zu Beginn eines jeden Dialoges wird es vier kurze Impulse von engagierten Akteuren aus der Region geben.

Offener Dialog:
In dem Ortsgespräch haben die Anwesenden die Möglichkeit der Ministerin und den ReferentInnen Fragen zur ländlichen Entwicklung zu stellen sowie eigene Erfahrungen und Ideen einzubringen.

Zusammenfassung:
Am Ende des Ortsgespräches wertet die Moderation die Ergebnisse des Abends aus. Anschließend bleibt bei einem gemütlichen Teil des Abends Zeit sich noch weiter untereinander auszutauschen.

Ergebnisse:
Nach jeder Veranstaltung können die TeilnehmerInnen die Themenschwerpunkte mithilfe von Klebepunkten bewerten. Dadurch werden die wichtigsten Themen für die Zukunftswerkstatt am 15. November ermittelt und gewichtet.

Moderation: CoKnow Consulting

Dr. Jennifer Hauck
Frau Dr. Hauck übernimmt mit ihrem Unternehmen CoKnow Consulting die Moderation der einzelnen Ortsgespräche.
• Doktorin der Geographie an der Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
• Diplom der Geographie, Soziologie und Politikwissenschaften
• Trainerin für Erwachsenenbildung

Susanne Hecker
• Studium der deutschen und französischen Literatur und Sprache
• Moderatorin und Beraterin für Kommunikation
• Doktorandin der der Kommunikationswissenschaften

Salina Spiering
• Dipl.-Geographin Nebenfach Politikwissenschaften
• Ausgebildete Mediatorin
• Doktorandin der Geographie – Gastdoktorandin Umweltpolitik



Südwestthüringen – 19. September 2018

Veranstaltungsort:
Kultur- und Sportzentrum Vachdorf, Poststraße 48, 98617 Vachdorf

Rundgang ab 16:00 Uhr
Ökomarkt (Riethweg 239, 98617 Vachdorf)
Sport- und Kulturzentrum

Ortsgespräch ab 17:00 Uhr
Keine Anmeldung notwendig

Gesprächspartner vor Ort:

Andreas Baumann – Bürgermeister von Vachdorf
• 40 Jahre alt
• seit 2008 Geschäftsführer der ÖW-Ökozentrum Werratal/Thüringen GmbH Vachdorf
• seit 2016 Bürgermeister der Gemeinde Vachdorf
Das sanierte Kultur- und Sportzentrum in Vachdorf ist noch nicht ausreichend ausgelastet und verursacht hohe Nebenkosten. Durch die direkte Lage am Werratal-Radweg öffnen sich möglicherweise neue Potentiale für das Gebäude. Neue touristische Angebote könnten Einnahmen für die Gemeinde generieren und Arbeitsplätze schaffen.
Wie wird die Gemeinde diese Möglichkeiten nutzen und den Entwicklungsimpuls aufgreifen?

Martin Finzel – Initiative Rodachtal e. V.
• seit 2008 Bürgermeister der Gemeinde Ahorn
• seit 2008 Vorsitzender der Initiative Rodachtal
Der Verein Initiative Rodachtal wurde im Jahr 2001 gegründet und besteht mittlerweile aus neun bayrisch und thüringischen Kommunen in der fränkischen Region. Diese Kommunen kooperieren, um gemeinsam für die nachhaltige Entwicklung und die regionale Identität im Rodachtal einzutreten.
Zur Umsetzung dieser Ziele und der Konkretisierung von Maßnahmen und Projekten hat die Initiative im Jahr 2014 zusammen mit den interessierten Bürgern ein Integriertes Entwicklungskonzept ausgearbeitet. Einen großen Stellenwert haben dabei die Mobilität, die Daseinsvorsorge, die Siedlungsentwicklung und der Tourismus.
Genauere Informationen über die Initiative finden Sie hier: https://www.initiative-rodachtal.de/351/Startseite.html

Sven Gregor – Bürgermeister der Stadt Eisfeld
• 41 Jahre alt
• von 2004 bis 2012 Bürgermeister der Gemeinde Bockstadt
• seit 2012 Bürgermeister der Stadt Eisfeld
Der Südwesten Thüringens ist geprägt von einer kleinteiligen Siedlungsstruktur und von topographisch anspruchsvollen Naturräumen. Daher übernehmen auch die kleineren Städte wichtige Versorgungsaufgaben. Wie steht es um diese Kooperationen zwischen Stadt und Land?

Silvio Reimann – Erlebniszentrum Veilsdorf
• 53 Jahre alt
• wohnt seit 1988 in Veilsdorf
• seit 2001 Geschäftsführer Milchland GmbH Veilsdorf
Am Werratal-Radweg ist im Veilsdorfer Ortsteil Schackendorf durch die Milch-Land GmbH Veilsdorf ein landwirtschaftliches Erlebniszentrum mit Hofladen, Streichelzoo und einem Milchcafé entstanden. So wird der Radweg genutzt, um neue Arbeitsplätze zu schaffen und Einblicke in die Landwirtschaft möglich zu machen.

Ronny Römhild – Kiessee Breitungen
• 46 Jahre alt
• seit 2004 Bürgermeister der Gemeinde Fambach
• seit 2012 Bürgermeister von Breitungen
In Breitungen gibt es entlang des Werratal-Radweges am Kiessee einen 6,5 Hektar großer Campingplatz und ein Strandbad. So wird das Potential des Radweges genutzt, um Naherholung und Tourismus als neue Wirtschaftsfaktoren zu erschließen.

Michael Reinz – Fahrradpension Treffurt
• 49 Jahre alt
• seit 2011 Bürgermeister der Stadt Treffurt
• Gelernter Verwaltungs-Betriebswirt (VWA), Bankfachwirt
Auf einer Brache im Zentrum von Treffurt werden seit 2013 verschiedene Maßnahmen durchgeführt, um diesen städtebaulichen Schandfleck neu zu beleben. Hauptbestandteil ist das Hotel „1601“, das für rund 30 Personen eine Übernachtungsmöglichkeit direkt am Werratal-Radweg ermöglicht. Zusätzlich entstehen dort zwei Wohnhäuser, die zusammen 14 barrierefreie und altersgerechte Wohnungen bieten.

Weitere Projekte aus der Region:
Fahrrad und Fitness im Rodachtal und Coburger Land
Kindermedienlaube im Hennebergischen Museum Kloster Veßra

Einladung

Nordthüringen – 5. September 2018

Veranstaltungsort:
Schloss Heringen, Schloßplatz 1, 99765 Heringen/Helme

Rundgang ab 16:00 Uhr
- Ehemaliges Landambulatorium
- Rathaus
- Kirchplatz
- Brachfläche an der Brauhausstraße
- Schloss/Hofsaal

Ortsgespräch ab 17:00 Uhr
Keine Anmeldung notwendig

Gesprächspartner vor Ort:

Maik Schröter – Bürgerstiftung „Goldene Aue“
• 54 Jahre alt
• seit 1994 im Stadtrat Heringen
• seit 2011 Bürgermeister der Landgemeinde Stadt Heringen/Helme

Die 2015 gegründete Bürgerstiftung „Goldene Aue“ konzentriert sich auf die Innenentwicklung und Beseitigung von Brachflächen, um das Leben in den fünf Orten der Landgemeinde anzuschieben. Die Stiftung hat das leerstehende Landambulatorium erworben, um den Ortskern neu zu beleben und schafft dort zusammen mit dem Arbeiter Samariter Bund sechs barrierefreie Wohneinheiten. So leistet die Stiftung einen wertvollen Beitrag zur Sicherung und Verbesserung der Wohn- und Lebensqualität im ländlichen Raum.

Dr. André Haas – Projekt „Gesund alt werden“
• Gebürtig in Kassel
• Studium der Medizin in Rostock
• seit 2006 niedergelassener Hausarzt in Neustadt Südharz
• seit 2011 ärztlicher Leiter Palliativnetz

Neustadt/Harz wieder als heilklimatischen Kurort zu etablieren, verbessert die soziale Grundversorgung im ländlichen Raum, erhält und schafft Arbeitsplätze. Die von Dr. Haas entwickelte Pneumokur ist ein wichtiger Schritt für die moderne Nutzung Neustadts als Kurort. Zu diesem Zweck werden auch das Schloss und das Nebengebäude saniert, damit sie dem Kurbetrieb bzw. als Arztpraxis dienen können. Dem ortsbildprägenden Ensemble “ Neues Schloss“ wird so eine neue Nutzung zugeführt. Informationen über die Pneumokur finden Sie hier

Frank Baumgarten – Stiftung Landleben e.V.
• 49 Jahre alt
• wohnhaft in Kirchheilingen
• seit 1998 Vorstand Agrargenossenschaft eG Kirchheilingen
• seit 2011 Vorsitzender Stiftung Landleben

Die “Stiftung Landleben” ist in der Region um Blankenburg, Kirchheilingen, Sundhausen, Tottleben und angrenzenden Gemeinden aktiv. Sie setzt sich unter anderem für ein attraktives generationsübergreifendes Wohnen, eine nachhaltige Entwicklung des ländlichen Umfelds und generell für die Heimatpflege ein. Mit dem Projekt „Landengel“ sollen ein multifunktionales Versorgungszentrum errichtet, medizinische und pflegerische Angebote besser miteinander vernetzt und Bürgerfahrdienste ermöglicht werden. Ziel ist es, Arbeitsplätze im ländlichen Raum zu schaffen und zu erhalten.
Genauere Informationen über die Stiftung finden Sie hier

Steffen Loup – Vorstand der WBG e.G. Südharz
• 45 Jahre alt
• seit 1998 bei der WBG eG Südharz
• seit 2010 Vorstand

Die WohnungsBauGenossenschaft eG Südharz verwaltet zusammen mit dem Tochterunternehmen WVG Nordhausen über 8.000 Wohnungen. So ist sie der größte Wohnungsanbieter in Nordthüringen und ist auch in Heringen vertreten. Unter dem Motto „Wohnen mit Service“ hat sich die Genossenschaft dem guten Wohnen im ländlichen Raum für ihrer Mitglieder verschrieben.
Genauere Informationen über die WBG eG Südharz finden Sie hier



Weitere Projekte aus der Region:
- Mühlhäuser Werkstätten, Fachbereich Arbeit in Ebeleben
- Kelterei im Bahnhof Donndorf
- Cafe Alte Schule, Wingerode
- Skywalk Sonnenstein


5. September 2018 – 29. Oktober 2018

Ministerin Keller startet „Ortsgespräch“ im ländlichen Raum

Thüringens Ministerin für Infrastruktur und Landwirtschaft beginnt am 5. September eine Dialogreihe „Ortsgespräch – Leben im ländlichem Raum“ in Nordthüringen.

„Der ländliche Raum prägt Thüringen. Er ist die Heimat für über 1,5 Millionen Menschen. Daher denken wir Thüringen auch vom Dorf her. Unsere tägliche Aufgabe ist es, die Zukunft unserer kleinen Städte und Dörfer so zu gestalten, dass sie lebenswert bleiben“, sagt Ministerin Keller vor dem Tourstart in Heringen. „Ich wehre mich dagegen, dass wir unsere Dörfer schlecht reden und sie beinahe reflexartig mit einem Mangel verbinden. In den Ortsgesprächen kommen wir mit Menschen Vorort ins Gespräch. Wir erleben was gut läuft, wo wir noch besser werden müssen und welchen Beitrag Verwaltung, Politik und Menschen gemeinsam leisten können.“

Ministerin Birgit Keller wird vier Orte in vier Thüringer Regionen bereisen, um sich mit den Menschen vor Ort auszutauschen. Dabei werden sich die thematischen Schwerpunkte der Bereisung unterscheiden. Sie sind: Regionale Wertschöpfungsketten, Wohn- und Lebensqualität, Mobilität und Daseinsvorsorge im ländlichen Raum.

„Uns ist es wichtig, dass der Dialog nach den Foren nicht abreißt. Deshalb wird es im November eine Zukunftswerkstatt geben“, kündigt Keller an. Die Basis für diese Werkstatt sind die Ortsgespräche. So kann konkret über Änderungen und Verbesserungen diskutiert werden.

Die Veranstaltungen sind öffentlich. Zu den Gesprächspartnern gehören neben Ministerin Keller lokale Akteure. So werden beispielsweise nachahmenswerte Projekte vorgestellt. Dabei besteht genügend Raum für Fragen und Diskussionen.

Die Termine

5. September 2018 – Nordthüringen – Schloss Heringen, Heringen/Helme

19. September 2018 – Westthüringen – Kultur- und Sportzentrum Vachdorf, Poststraße 48, 98617 Vachdorf

17. Oktober 2018 – Ostthüringen – Kulturhaus Münchenbernsdorf, Münchenbernsdorf

29. Oktober 2018 – Mittelthüringen – Diakonie Landgut Holzdorf gGmbH/Rittergut, Holzdorf, Weimar

Das Ortsgespräch beginnt jeweils 17 Uhr.


14. – 28. August 2018

Jurybereisungen im Landeswettbewerb “Unser Dorf hat Zukunft” 2018 startet

In den kommenden zwei Wochen wird die Jury des Landeswettbewerbes gemeinsam mit der Akademie Ländlicher Raum die 11 Dörfer bereisen, die sich in den Regionalwettbewerben 2017 qualifiziert haben.

Für den Landeswettbewerb wurde eine neue Jury aufgestellt, deren 8 Mitglieder Vertreter einschlägiger Berufsgruppen und Verbände sowie Privatpersonen sind, die im ländlichen Raum aktiv und präsent sind. Die Mitglieder sind bereits sehr gespannt, was die Dörfer für den zweistündigen Besuch vorbereitet haben und welche Initiativen und Projekte vorgestellt werden.

Die Bewertung erfolgt in vier Bereichen: “Entwicklungskonzepte und wirtschaftliche Initiativen”, “Bürgerschaftliches Engagement, soziale und kulturelle Aktivitäten”, “Baugestaltung und -entwicklung” sowie “Grüngestaltung/Das Dorf in der Landschaft”. Gemeinsam mit dem Gesamteindruck ergeben die Einzelbewertungen das Gesamtergebnis.

Insgesamt werden zwei Landessieger benannt. Darüber hinaus gibt es besondere Anerkennungen in den einzelnen Bewertungsbereichen und einen Sonderpreis zu vergeben. Insgesamt stellt das TMIL 17.500 Euro Preisgeld zur Verfügung.

Die abschließende Jurysitzung findet Mitte September statt. Die Siegerfeier findet dann am 3. November im Siegerdorf statt. Die beiden Landessieger haben sich für die Teilnahme am Bundeswettbewerb im nächsten Jahr qualifiziert. Die Akademie Ländlicher Raum ist Partner des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft für den Wettbewerb in Thüringen.

Weitere Informationen zum Wettbewerb und zur Jury finden Sie unter www.thueringen.de/dorfwettbewerb


19. bis 22. September 2018

Ideenkongress zu Kultur, Alltag und Politik auf dem Land

Vom 19. bis 21. September 2018 lädt TRAFO, eine Initiative der Kulturstiftung des Bundes, zu einem Ideenkongress nach Halle an der Saale ein. In Vorträgen, Diskussionen, Workshops und künstlerischen Formaten diskutieren Kunst- und Kulturschaffende sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Wissenschaft, von Kultureinrichtungen, Verbänden und Verwaltungen Aspekte der Kultur und Kulturpolitik im ländlichen Raum. Im Zentrum stehen die kulturellen Einrichtungen auf dem Land und die Fragen, wie Kulturorte auf dem Land arbeiten, welche neuen Aufgaben vor dem Hintergrund des gesellschaftlichen und kulturellen Wandels auf sie zukommen, wie sie sich für neue Aufgaben verändern müssen und welche Unterstützung, welche Kulturförderung sie dafür brauchen.

Weitere Informationen zum Ideenkongress finden Sie auf der Homepage http://www.trafo-programm.de/812_ideenkongress/700_ideenkongress/